Lübecker Gesundheitstag - präsentiert vom Lübecker Ärztenetz

Deutschland sucht den Impfpass

Masern – sind extrem ansteckend.

Masern sind heute zwar viel seltener als vor der Einführung der Impfung vor etwa 40 Jahren. Wer jedoch nicht immun ist und mit den Viren in Kontakt kommt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Masern bekommen. Denn Masern sind extrem ansteckend. Die Viren werden ganz leicht von Mensch zu Mensch zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen (Tröpfcheninfektion). Das kann schon fünf Tage vor Auftreten des typischen Hautausschlags passieren - also bevor der Überträger selbst weiß, dass er die Masern hat. 

Masern sind kein harmloser Kinderkram.

Mehr als die Hälfte aller Masernfälle in Deutschland betreffen heute Jugendliche  und Erwachsene bis etwa Mitte 40. Und entgegen der weit verbreiteten Meinung sind Masern gar nicht so harmlos. Sie beginnen mit grippeähnlichen Symptomen wie hohem Fieber, Husten und Schnupfen. Einige Tage später entwickelt sich der typische Hautausschlag. Masern schwächen das Immunsystem. Das macht es anderen Erreger leichter. So können eine Mittelohrentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung auftreten. Etwa 10 von 10.000 Masernkranken bekommen eine Gehirnentzündung. Ein bis zwei von ihnen sterben. Bei etwa zwei bis drei Betroffenen bleiben schwere Folgeschäden wie geistige Behinderungen und Lähmungen zurück. Sehr selten kann einige Jahre nach einer Masererkrankung bei etwa  vier bis elf von 100.000 Masernfällen eine so genannte SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis) auftreten. Diese schleichende Zerstörung der Zellen des Gehirns verläuft immer tödlich. Kinder unter fünf Jahren sind besonders gefährdet.

Das begehbare Darmmodell

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